Liebe Gleichgesinnte,
ich finde es mutig und gut, dass der Bundesverband Deutscher Bestatter mit einer solch frischen und aufrüttelnden Plakatinitiative im Herbst des letzten Jahres einen gewagten, aber richtigen Schritt nach vorne gemacht hat. Gewiss wirken die einzelnen Motive zum Teil provokant und herausragend (in welcher Weise man das nun auch immer empfindet). Doch seien wir einmal bitte ehrlich zu uns. Welche Art von Werbung beachten wir mehr, die gediegen-langeweilige, welche nur in gewohnter Weise Vorteile aufzählt mit einem braven Bildchen (hier z.B. Friedhofsengel, oder Kreuz mit Palme), oder jene, welche in Bild und Ansprache in einem angemessenen Rahmen provoziert und somit zum Nachdenken anregt (z.B. Verkehrserziehungsplakate)? Ich denke, dass die entschiedene Mehrheit Letzterem zustimmt.
Zudem ist den Menschen unserer heutigen Zeit ein selbstbestimmtes Leben am Wichtigsten. Dazu gehört auch eine Sterbevorsorge. Denn damit zeigt man, das man die Verantwortung, welche man für sein Leben übernommen hat, auch selbstverantwortlich für das Lebensende weiterführt. Mir zumindest ist es nicht egal, wohin mein Leib nach meinem Tode hingebracht wird und wie er bestattet wird. Ich denke, dass er mir seit Jahrzehnten eine wertvolle Hülle meines Geistes ist, mit der ich aktiv am Leben teilhabe. Diese möchte ich nicht irgendwo günstigst entsorgt wissen, sondern in Würde bestattet wissen, um ihr jenen Respekt zu zollen, welche die Hülle meine Erachtens nach verdient. Vielen ergeht es da gleich. Zudem sichern wir vieles im Leben mit Verträgen und Versicherungen im Leben ab. Da der Tod unweigerlich zum Leben eines Jeden gehört, ist ein Bestattungsvorsorgevertrag daher garnicht der Ratio nach so abwegig.
Auch ich setze diese Bestattungsvorsorge-Plakate sogar mit großem Erfolg ein und beglückwünsche den BDB an dieser Stelle zu seiner Entscheidung (wer es braver mag, bekommt aber auch traditionelle Vorsorgeplakate mit Friedhofsengeln. Man sollte den Kunden dann aber einen Spender mit kräftigem Kaffe am Hause anbringen, damit sie/er nicht einschlafen

). Ich hoffe, dass er diesen Weg weitergeht, damit auch das Bestattungsgewerbe sich mehr an den Bedürfnissen der Menschen von heute anpasst.
Wer außerdem den erfolgreichen Pionier im Bestattungsgewerbe, Herrn Fritz-Roth von Pütz-Roth Bestattungen kennt (Homepage:
http://www.puetz-roth.de/Startseite.aspx), weiß wie nötig solche neuen Wege in der Gesellschaft sind.
Gleitet würdevoll
Euer Johannes